Gemeinsam mehr bewegen

Unverzichtbare sachkundige Berater der Politik

Ohne Einfluss des Marburger Bundes sähe die Kliniklandschaft ganz anders aus!


Von Dr. med. Anja Mitrenga-Theusinger

Die zunehmend schwieriger werdenden Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitswesens erfordern eine kluge und weitsichtige ärztliche Vertretung. Die Ärztekammer Nordrhein ist eine moderne ärztliche Selbstverwaltung im Dienst der Gesundheit. Sie sorgt nicht nur für den innerärztlichen Zusammenhalt der mehr als 62.000 Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein, sondern hat auch die gesundheitliche Versorgung von gut zehn Millionen Bürgern im Blick.

Im Dialog mit Parlamenten, Parteien, Ministerien und Medien vertritt die Ärztekammer Nordrhein die Ärzteschaft nach außen. Dank ihrer Kompetenz in medizinischen und gesundheitspolitischen Fragen schafft sie sich in Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen, Verordnungen und Ministerialerlassen einflussreich und fachkundig Gehör.

Als Delegierte des Marburger Bundes NRW/RLP engagieren wir uns in der Ärztekammer für eine sinnvolle Entwicklung der Versorgungsstrukturen – etwa in der Landesgesundheitskonferenz oder in regionalen Gesundheitskonferenzen.

So hat unsere Ärztekammer die Umsetzung des 2013 verabschiedeten Krankenhausplans aktiv begleitet. Sie hat immer wieder auf Umsetzungsprobleme hingewiesen, die sich aus den oft zu vagen Planvorgaben ergeben haben. Nun soll ein neuer Krankenhausplan erstellt werden.

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat eine Studie beauftragt, in der die zugrundeliegenden Strukturen analysiert werden sollen, um Bedarf und Nachfrage zukünftig flächendeckend und mit guter Qualität besser aufeinander abzustimmen. Unsere Ärztekammer ist herausgefordert, sich intensiv für einen besseren Krankenhausplan einzusetzen.

Es wird in diesem Prozess entscheidend vom Einfluss der gewählten Marburger Bund-Delegierten in der Ärztekammer abhängen, ob ökonomische Zwänge die medizinisch hochwertige und vor allem menschliche Patientenversorgung immer stärker in den Hintergrund drängt.

Hier muss klarer denn je unser Credo lauten, dass die Qualität der Behandlung der Patienten im Krankenhaus am stärksten von der Weiterbildungsqualifikation und Zahl beschäftigter Ärztinnen und Ärzte abhängig ist. Infolgedessen brauchen wir für Ärzte festgeschriebene Personalbemessungen, aus denen hervorgeht, wie viele Ärzte für das Ausweisen einer Fachabteilung mindestens erforderlich sind. So funktioniert aktive Qualitätssicherung und die liegt uns in der Ärztekammer Nordrhein seit Langem besonders am Herzen!

Die Krankenhauskommission unserer Ärztekammer bringt differenzierte Kenntnisse über medizinische Sachverhalte in Diskussionen mit dem Gesundheitsministerium über Bedarfsplanung und strukturelle Entscheidungen im stationären Bereich und in der Notfallversorgung ein. Auch Themen wie Investitionsfinanzierung, Einzelförderung, Zentrenbildung sind von uns konstruktiv und mit entsprechender Sachkenntnis beeinflusst worden.

Das geht zukünftig nur, wenn wir als Marburger-Bund weiter aktiv berufspolitischen Einfluss nehmen und die Interessen angestellter und beamteter Ärztinnen und Ärzte vertreten! Um unsere gemeinsamen Interessen und Ziele in der nächsten Amtsperiode in die Ärztekammer einfließen lassen zu können, brauchen wir einen starken Marburger Bund. In einer herausfordernden Zeit mit schwierigen politischen Rahmenbedingungen müssen wir unser eigenes Engagement verstärken, nur so können wir verhindern, das andere alleine über unseren ärztlichen Alltag entscheiden. Mit Ihrer Stimme stärken Sie den Marburger Bund für diese Aufgaben.

Die Briefwahl endet am 28. Juni 2019 um 18 Uhr.

DR. MED. ANJA MITRENGA-THEUSINGER
DR. MED. ANJA MITRENGA-THEUSINGER
Mitglied im Vorstand der Ärztekammer Nordrhein, Vorsitzende der MB-Fraktion in der Kammerversammlung, Klinikum Leverkusen